PORSCHE MISSION S

Porsche Mission S: Der neue König über dem 911

Bisher war der 911 das unangefochtene Aushängeschild aus Zuffenhausen. Damit ist bald Schluss: Mit dem Mission S hat Porsche in New York ein Visionsmodell enthüllt, das eine neue Supersportwagen-Baureihe mit Mittelmotor oberhalb des 911 ankündigt.

Kein Einzelstück, sondern eine eigene Baureihe

Das Besondere daran: Anders als frühere Supersportler wie Carrera GT oder 918 Spyder soll der Mission S kein limitiertes Sondermodell werden. Konzernchef Michael Leiters stellte klar, dass es sich um ein dauerhaftes und vielseitiges Angebot handelt, nicht um ein einmaliges Hypercar. Damit bekommt Porsche erstmals ein fest etabliertes Segment über dem 911.

Premiere mit Geschichte

Auch der Ort der Präsentation war kein Zufall. Gezeigt wurde der Wagen am 15. Oktober 2026 auf einem Pier in Queens mit Blick auf Manhattan. Genau dort entstanden 1953 die bekannten Fotos des 550 Spyder, der als erster Supersportwagen der Marke gilt.

Ein Best-of der Porsche-Geschichte

Beim Design bedient sich der Mission S großzügig im Archiv: Die flache Front stammt vom GT1, die Dachlinie vom 959, das Lüfterrad vom 917 und das Felgendesign vom 928. Dazu kommen runde Scheinwerfer und die typischen Torpedo-Kotflügel, die an den 911 erinnern. Verantwortlich für die Form ist der neue Chefdesigner Tobias Sühlmann. Er kündigte an, diese Designsprache schon bald in die künftigen Serienmodelle zu übertragen.

Innenraum: Zurück zum Wesentlichen

Im Cockpit geht Porsche bewusst gegen den Trend zu immer größeren Bildschirmen: Ein fester Zentral- und Beifahrerbildschirm fehlt komplett. Stattdessen wird bei Bedarf das Smartphone eingebunden, das über die My-Porsche-App Navigation und Medien übernimmt.

Und was steckt unter der Haube?

Genau das bleibt vorerst ein Geheimnis. Zu Motor, Leistung und Preis macht Porsche noch keine Angaben. Laut Berichten hat Leiters aber einen reinen Elektroantrieb für das Serienmodell ausgeschlossen, und im Zuge der neuen Strategie sollen Verbrenner insgesamt wieder eine größere Rolle spielen.

Weniger Autos, mehr Luxus

Der Mission S ist Teil der neuen Strategie „Sportwagenschmiede ’35“. Leiters will Porsche stärker im Luxussegment positionieren und künftig weniger, dafür teurere Fahrzeuge verkaufen. Der Anteil der besonders hochpreisigen Modelle soll von rund einem Drittel auf fast die Hälfte steigen, und bis 2030 soll der Durchschnittspreis der teuersten 10.000 verkauften Autos von 270.000 auf 330.000 Euro klettern.

Wir sind gespannt, wann aus der Vision Realität wird. Eines ist jetzt schon klar: Der 911 bekommt einen großen Bruder!

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