
Ab 1. Jänner 2027: Höhere Strafen für Raser in ganz Österreich
Nun ist es fix: Die österreichische Bundesregierung verschärft die Regeln bei Geschwindigkeitsüberschreitungen. Mit der Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) und der Anpassung der Anonymverfügungsverordnung gelten ab 1. Jänner 2027 österreichweit einheitliche Anonymverfügungen – unabhängig davon, in welchem Bundesland der Verstoß begangen wurde.
Besonders betroffen sind erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen. Das Verkehrsministerium begründet die Verschärfung mit der steigenden Zahl schwerer Verkehrsunfälle, bei denen überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptursachen ist.
Die neuen Strafrahmen im Überblick:
- Mehr als 30 km/h zu schnell: Statt bisher 150 bis 5.000 Euro beträgt der Strafrahmen künftig 200 bis 5.000 Euro.
- Mehr als 40 km/h im Ortsgebiet bzw. mehr als 50 km/h außerhalb des Ortsgebiets: Der Strafrahmen steigt von bisher 300 bis 5.000 Euro auf 400 bis 6.000 Euro.
Hintergrund der Maßnahmen sind die Unfallzahlen aus dem Jahr 2025. Während im Jahr 2024 rund 14 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Verletzten auf nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen waren, lag dieser Anteil 2025 bereits bei über 16 Prozent. Besonders alarmierend: Bei rund jedem dritten tödlichen Verkehrsunfall war überhöhte Geschwindigkeit die Hauptursache.
Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ) betont die Notwendigkeit der Verschärfung:
„Jeder tödliche Verkehrsunfall ist einer zu viel. Sich nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten, wird leider nach wie vor als Kavaliersdelikt gesehen. Die Realität zeigt jedoch, dass es einer der Hauptgründe für tödliche Verkehrsunfälle ist. Damit muss endlich Schluss sein.“