
JP Kraemer nimmt Auszeit: Unternehmer und YouTuber äußert sich zu Gewaltvorwürfen
Der Dortmunder Unternehmer und YouTuber Jean Pierre „JP“ Kraemer, bekannt durch seine Firma JP Performance, zieht sich vorübergehend aus der Öffentlichkeit zurück. Auslöser sind schwere Vorwürfe im Zusammenhang mit seiner mittlerweile gescheiterten Ehe.
Was bisher bekannt ist
Ausgangspunkt der aktuellen Berichterstattung war ein Polizeieinsatz Ende Juli an einem Wohnhaus in Dortmund. Die Polizei leitete daraufhin ein Verfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung sowie Sachbeschädigung ein. Kurz danach kursierte zusätzlich das Video einer Überwachungskamera vom Firmengelände von JP Performance, das laut mehreren Medienberichten bereits Ende 2024 entstanden sein soll und eine körperliche Auseinandersetzung zwischen Kraemer und seiner Frau zeigen soll.
Nachdem erste Medien über den Fall berichtet hatten, meldete sich Kraemer in zwei eigenen YouTube-Videos zu Wort und räumte ein, seiner Noch-Ehefrau Julia Meck gegenüber körperlich gewalttätig geworden zu sein. Gleichzeitig machte er öffentlich, dass die Beziehung beendet ist: Die beiden hätten sich getrennt und ließen sich scheiden, in der Beziehung sei es wiederholt zu heftigen Streitigkeiten gekommen.
Auszeit und Therapie
Am 29. August folgte ein weiteres Statement, diesmal über Instagram. Darin kündigte Kraemer an, vorübergehend zu seinem Vater zu ziehen und unmittelbar mit einer Therapie zu beginnen. Wie lange die Auszeit dauern wird, ließ er offen.
Zur Zukunft seines Unternehmens äußerte er sich ebenfalls: Die Marken Pace, Big Boost und Carffee sollen bis auf Weiteres regulär geöffnet bleiben. Einen Tag zuvor hatte er die Zukunft von JP Performance insgesamt noch infrage gestellt und die Entscheidung öffentlich seiner Community überlassen.
Offene Fragen
Unklar ist bislang, ob Kraemer seine Aufgaben als Geschäftsführer während der Auszeit ruhen lässt oder ob weiterhin regulär Inhalte auf dem YouTube-Kanal erscheinen. Eine offizielle Stellungnahme des Unternehmens zu den betrieblichen Folgen steht noch aus.
Wichtig zur Einordnung: Für Vorwürfe, die über Kraemers eigene öffentliche Eingeständnisse hinausgehen, gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Die strafrechtliche Aufarbeitung des Falls ist nicht abgeschlossen.
Fazit
Unabhängig davon, wie der Fall im Detail weiter aufgearbeitet wird, bleibt eines klar: Gewalt ist keine Lösung — egal, welche Differenzen man hat. Schon gar nicht in der eigenen Familie und schon gar nicht gegen Frauen. Konflikte, so belastend sie auch sein mögen, rechtfertigen niemals körperliche Übergriffe.