
Zugegeben: Wir haben uns noch nie wirklich gefragt, wie ein Fluggerät von Volkswagen in den 1950er-Jahren ausgesehen haben könnte. Doch ein kanadischer Künstler hat genau diese Fantasie zum Leben erweckt – mit einem außergewöhnlichen Projekt, das den legendären Volkswagen T1 Minibus mit dem Rumpf eines Airbus-Hubschraubers kombiniert.
Das Ergebnis ist ein spektakuläres Einzelstück, das durch aufwendige Karosseriearbeiten, individuelle Lackierung und eine gehörige Portion kreativen Wahnsinn besticht. Und zur Erleichterung aller: Es gibt keine Pläne, dieses verrückte Gefährt jemals flugtauglich zu machen.
Hinter dem sogenannten „Frankencopter“ steckt der kanadische Künstler Chuck Jurgen Teschke, der angibt, dass das Projekt als fest installiertes Kunstwerk auf einem Discgolf-Platz aufgestellt werden soll – nicht als tatsächliches Flugobjekt, auch wenn der Look etwas anderes vermuten lässt.

Die Entstehungsgeschichte
Seit Anfang Oktober 2024 dokumentiert Teschke den Bauprozess auf seinem Instagram-Kanal. Am 8. Oktober veröffentlichte er einen Post, in dem er das Projekt als „beschlossene Sache“ bezeichnet – samt Foto eines verlassenen VW-Busses auf einem Feld, vermutlich eines der Spenderfahrzeuge. In den darauffolgenden Beiträgen wird deutlich, dass er bereits im Besitz des Airbus-Rahmens war.
Einer der frühen Arbeitstitel für das außergewöhnliche VW-Airbus-Hybridfahrzeug lautete übrigens: „Hippie Heli“.

Teschke ist kein Neuling, wenn es um verrückte Helikopter-Umbauten geht. Auf seinen Social-Media-Kanälen finden sich mehrere Projekte, bei denen etwa Traktorkabinen oder alte Lkw mit Rotoren und Heckauslegern kombiniert wurden. Doch der VW-Bus-Helikopter ist bisher das aufwendigste und optisch überzeugendste seiner Arbeiten.
Der Frankencopter behält die markante Front des VW T1 bei – inklusive der geteilten Windschutzscheibe und der Nebelscheinwerfer. Die originalen Scheinwerfer wurden allerdings entfernt und durch Sichtfenster ersetzt. Zusätzlich hat Teschke Glaseinsätze im Dach eingebaut – ein schönes Detail, das die Illusion eines echten Fluggeräts unterstützt.
Solche Designentscheidungen zeigen: Hier wurde nicht einfach irgendetwas zusammengebaut – das Ergebnis ist durchdacht und wirkt in sich stimmig und überraschend realistisch.
In späteren Beiträgen ist zu sehen, dass auch die Türen speziell angefertigt und dem Original nachempfunden wurden. Die Karosserie wurde verbreitert – möglicherweise, um Platz für ein Triebwerk zu schaffen. Innenaufnahmen zeigen jedoch ein vollständig ausgehöhltes Inneres, was endgültig klarstellt: Fliegen wird dieser Bus nie.
Trotz – oder vielleicht gerade wegen – seiner Zweckentfremdung erfreut sich das Projekt großer Beliebtheit. Einige von Teschkes Posts erzielen Hunderttausende Likes und Aufrufe. Natürlich gibt es auch kritische Stimmen – etwa aus der Facebook-Gruppe „Ruined VWs“ („Zerstörte VWs“) – doch die wachsende Fangemeinde zeigt: Dieses verrückte Kunstwerk trifft einen Nerv.