
Der Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio ist bereits aus dem regulären Neuwagenangebot der Italiener verschwunden. Erhältlich sind nur noch wenige Bestandsfahrzeuge sowie immer wieder exklusive Sonderserien, die Alfa Romeo vom Limousinen-Topmodell nachreicht. Die wohl extremste Giulia-Quadrifoglio-Version aller Zeiten hat der Hersteller nun auf der Brussels Motor Show vorgestellt.
Das weltweit auf nur zehn Exemplare limitierte Sondermodell wurde von der neuen Individualisierungsabteilung Bottega Fuoriserie entwickelt. Die Zusatzbezeichnung „Luna Rossa“ verweist auf den Einfluss des gleichnamigen Segelteams aus dem America’s Cup, das 2027 vor Neapel im Mittelmeer um die prestigeträchtigste Trophäe des Segelsports kämpfen wird.

Zu den Highlights der Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio Luna Rossa zählen ein mit umfangreichem Motorsport-Know-how entwickeltes Aerodynamik-Kit sowie zahlreiche, von der Rennyacht inspirierte Details im Innenraum.

Neues Aero-Paket
Das neu entwickelte Aerodynamikpaket umfasst seitliche Leitprofile an der Frontschürze, zwei zusätzliche Elemente am Unterboden, neu gestaltete Seitenschwellerverkleidungen sowie einen zweigeteilten Heckflügel, dessen Design von den Tragflächen der Rennyacht Luna Rossa inspiriert ist. Um echten Abtrieb statt Auftrieb zu erzeugen, wurde das Tragflächenprofil allerdings umgekehrt ausgeführt.

Im Zusammenspiel sollen die aus Kohlefaserlaminat gefertigten Anbauteile bei der möglichen Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h rund 140 Kilogramm Abtrieb generieren – etwa fünfmal so viel wie beim Serien-Quadrifoglio. Die Antriebstechnik bleibt unverändert: Der 520 PS starke 2,9-Liter-V6-Biturbomotor sorgt weiterhin für standesgemäße Performance.

Yacht-Bezüge außen und innen
Die Karosseriefarbe des Luna Rossa-Sondermodells orientiert sich am Design der namensgebenden Rennyacht aus der Saison 2024. Der von Hand aufgetragene graue Lack imitiert den edlen Metalleffekt von Stahl. Bei einigen Exemplaren der limitierten Serie sind Motorhaube, Dach und Heckklappe in Schwarz ausgeführt. Rote Seitenstreifen sowie der „Luna Rossa“-Schriftzug setzen markante Kontraste.

Auch die Markenlogos von Alfa Romeo an Front und Heck wurden speziell für dieses Sondermodell modifiziert und verfügen erstmals über einen roten Hintergrund. Die 19-Zoll-Leichtmetallräder sind ebenfalls in Rot lackiert. Dach, Markenemblem an der Fahrzeugfront sowie die Spiegelkappen bestehen aus sichtbarem Kohlefaserwerkstoff.

Im Innenraum setzt sich die enge Verbindung zur Luna Rossa konsequent fort. Die Bezüge der Sparco-Sportsitze orientieren sich optisch an den Rettungswesten der Rennyacht. In die Verkleidung der Armaturentafel ist zudem eine hauchdünne Folie integriert, die aus einer Schicht des originalen Segels der Luna Rossa gefertigt wurde. Ergänzt wird das Interieur durch weitere Sichtcarbon-Applikationen sowie einen „Luna Rossa“-Schriftzug auf der Mittelkonsole.

Bereits restlos verkauft
Sollte das Sondermodell Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio Luna Rossa Begehrlichkeiten wecken, folgt die Ernüchterung schnell: Alle zehn Exemplare der limitierten Auflage sind bereits restlos verkauft. Einen offiziellen Preis nennt Alfa Romeo jedoch nicht.