FORSTINGER ZIEHT DIE HANDBREMSE

Die Auto­zubehörkette Forstinger ist wieder in die Insolvenz geschlittert. Beim Landesgericht St. Pölten wurde am Mittwoch ein Sanierungsverfahren ohn­e Eigenverwaltung mit einer Quote von 20 Prozent beantragt. Die Firma mit rund 800 Mitarbeitern soll zwar fortgeführt werden, aber 15 der 108 Filialen werden wohl zusperren. „Bei einigen Standorten liegen die Mietverträge immer noch zum Teil deutlich über der vom Vorstand festgelegten Zielvorgabe von vier bis fünf Euro pro Quadratmeter“, so der Forstinger Pressesprecher Trummer. Die Mitarbeiter sind dementsprechend nervös, zumal auch die Jännergehälter nicht ausbezahlt wurden. Allerdings sollen die Gehälter laut Firma mit Beginn des Sanierungsverfahrens wieder ausbezahlt werden. Als weiteren Grund für die Insolvenz nennt Pressesprecher Trummer, dass im Jänner – bedingt durch die warm­e Witterung in weiten Teilen Österreichs – die Umsätze bei Saisonwaren wie Starter­batterien und anderen Winter­artikeln um bis zu 70 Prozent eingebrochen sind. Für die Kunden ändere sich, so die Firma, vorerst nicht viel. Termine und Bestellungen würden so gut wie möglich abgearbeitet und Anzahlungen würden die Gültigkeit nicht verlieren. Allerdings dürfen Gutscheine, Geschenkkarten oder Rückvergütungen aus rechtlichen Gründen nicht ausbezahlt werden. Dies­e Forderungen müssen beim Landesgericht St. Pölten angemeldet werden. (Weitere Infos unter www.forstinger.com/unter­nehmen/presse).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.